Lieber Kunde,

Der Herstellungsprozess jeder unserer Fliesen ist genauso aufwendig wie im 16./17. Jhd.

Die Tonmasse wird per Hand ausgerollt, bis diese 1cm dick ist. Nun werden die Tonplatten im Format von 16x16cm zugeschnitten und müsen 5 bis 6 Monate an der Luft zur Wasserreduzierung trockenen. In dieser Ruhefase erhalten die Fliesenplatten auch ihre typischen Unregelmässigkeiten mit natürlichen Verkrummungen, was wichtig für ihr Aussehen ist.

Nach der Ruhephase kommen die Fliesen für 18 Std. bei 1.100 Grad in den Ofen zur Entziehung der Restfeuchtigkeit. Dabei reduzieren sie sich auf die Originalgröße von 14x14 cm. Danach müssen die Fliesen 24 Std abkühlen.

 

2 – Die Oberflächen der Fliesen werden mit einer weißen Zinnglasur überzogen, damit sich die Farben beim bemalen nicht vermischen. Die      Seiten und der Boden jeder Fliese wird von Sandresten gereinigt.

 

3 – Als Vorlage werden die Motive auf Pergamentpapier gezeichnet und mit Nadelstichen durchlöchert.

     Dieses wird auf die Fliese gelegt, mit einem Bleisäckchen werden die Konturen dann auf der Fliese fixiert. Mit dem Pinzel und den        gewünschten Farben (die traditionellen Farben sind Blau, Gelb, Grün und eine Art Weinrot) werden die Punkte miteinander verbunden und    ausgemalt, wobei der Künstler ein großes Abstraktionsvermögen benötigt, denn die Farben sind zum Teil erst nach dem Brand     erkennbar. Hinzu sind Korrekturen an der Glasur nach dem Auftrag nicht mehr oder nur sehr schwer möglich.

 

4 – Nach der Bemalung, kommen die Fliesen zum zweiten mal bei 1000 Grad für 9 Std in den Ofen,

zur Verschmelzung der Farben mit der Glasur.

 

5 – Nach einer 12 stündigen Abkühlung wird jede Fliese auf ihre Qualität geprüft.

 

6 – Kleine Abweichungen in Größe, Farbmuster und Unregelmäßigkeiten in der Glasur oder Oberfläche sind möglich. Die sehr feinen Risse      unter oder in der Glasur, die durch die einfache Brenntechnik entstehen, geben den Fliesen ihre Patina, eine Art Antik-Look.